Zimt: Geheimnisvolles Heilmittel der alten Welt


Zimt

Würzig lecker: Die allseits bekannte Gewürzmischung Zimt ist besonders in der Weihnachtszeit kaum noch wegzudenken. Ob zum Verfeinern von Lebkuchen und Co. oder als köstliche Zugabe in Heißgetränken, Zimt wird in vielerlei Hinsicht gern gesehen. Dem herben Gewürz wird jedoch auch eine heilende Wirkung vorausgesagt, die vielen Menschen nach wie vor unbekannt ist. Im folgenden Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über das einzigartige Gewürz. Was ist Zimt eigentlich genau? Wo kommt es her und was bewirkt es im Körper?





Zimt – was ist das?

Das beliebte Gewürz besitzt eine würzige, warme Note und verströmt gleichzeitig ein äußerst süßliches Aroma. Es ist entweder in Stangenform oder als gemahlenes Pulver erhältlich und wird überwiegend zum Verfeinern diverser Süßspeisen, Backwaren oder Heißgetränken verwendet. Das Gewürz ist jedoch nicht nur aufgrund seines einzigartigen Geschmacks bekannt, sondern besitzt darüber hinaus wertvolle Inhaltsstoffe wie beispielsweise Gerbstoffe oder ätherische Öle.

Zimt zählt zu einem der ältesten Gewürze der Welt und wurde laut Überlieferungen angeblich bereits 2.000 v. Chr. in Indien als auch in China für unterschiedliche Heilzwecke verwendet. Auch heute noch gilt es als geheimnisvoll und war lange Zeit über nur den Reichen und Wohlhabenden vorbehalten.

Gewonnen wird das herbe Gewürz aus dem Zimtbaum, einem Lorbeergewächs. Hautproduktionsgebiete sind Indonesien, China, Sri Lanka und der Vietnam. Zu unterscheiden gilt es jedoch zwischen dem kräftigeren Cassia-Zimt und dem etwas süßeren Ceylon-Zimt.



Unterschied zwischen Ceylon- und Cassia-Zimt

Qualitätsbedingt gibt es ein paar Unterschiede: Der günstige und minderwertige Cassia-Zimt enthält einen hohen Anteil an Cumarin. Ceylon-Zimt im Gegensatz beinhaltet nur einen geringen Anteil des Aromastoffes und ist daher unbedenklich.

Darüber hinaus können die Zimtstangen auch nach ihrem Aussehen unterschieden werden: Cassia-Zimtstangen werden nur in einer einzelnen, dickeren Lage gerollt. Im Unterschied sind Ceylon-Zimtstangen durch mehrere gerollte Zimtlagen zu erkennen.

Nicht selten kommt es jedoch vor, dass Supermärkte beide Zimtarten zusammengemischt anbieten, um das Produkt kostengünstiger zu vertreiben.



Was bewirkt Zimt im Körper und wieso ist das Gewürz so gesund?

Zimt findet bereits seit Jahrtausenden in unzähligen medizinischen Bereichen Verwendung. Als Gewürz wurde es erst viel später eingesetzt. Es ist besonders reich an ätherischen Ölen und wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern wärmt auch den Körper auf. Gleichzeitig werden Appetit sowie Verdauungstrakt angeregt, was wiederum Blähungen und Völlegefühl reduziert. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung hilft Zimt auch bei Erkältungen, Husten oder Bronchitis. Auch bei Fortpflanzungserkrankungen ist es ein hoch angesehenes Heilmittel.

Unterschiedliche Labortests haben zudem gezeigt, dass Zimt sogar den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Die Belege hierfür sind jedoch noch nicht ganz ausgereift und es bedarf daher noch weiterer Untersuchungen. Studien in Amerika weisen außerdem darauf hin, dass der Geruch des Gewürzes die Konzentration steigert, da bestimmte Gehirnareale stimuliert werden.



Warum unterstützt Zimt beim Abnehmen?

Das Gewürz senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern regt gleichzeitig auch den Stoffwechsel an – eine höhere Fettverbrennung ist garantiert. Zusätzlich sind besonders im Ceylon-Zimt Ballaststoffe enthalten, die wiederum die Verdauung fördern. Zimt gilt außerdem als ausgezeichnete Quelle für zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Mangan, Magnesium und Kalzium.

Das süßliche Aroma des Gewürzes beugt wiederum Heißhungerattacken vor und sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl.



Zimt und die Gesundheit

Immer wieder werden jedoch die positiven Eigenschaften des braunen Gewürzes hinterfragt – aus gutem Grund. Es enthält Phenylpropanoide, wie beispielsweise Cumarin und Safrol, welche auf Dauer die Gesundheit schädigen können. In zu hohen Konzentrationen kann Zimt mit hohem Cumarin-Anteil sogar zu Leber-Entzündungen führen.

Cumarin kommt jedoch nur im Cassia-Zimt in hohen Mengen vor – die Ceylon-Art ist relativ unbedenklich.



Zu viel Zimt – ist das möglich?

Ähnlich wie andere Gewürze sollte auch Zimt nur in Maßen verwendet werden. Verantwortlich hierfür ist der vorhin erwähnte Aromastoff Cumarin, der in zu hohen Mengen sogar bis hin zu Leberproblemen führen kann.

Möglich ist es allemal, zu viel Zimt zu verwenden. Wer jedoch das Gewürz nur gelegentlich beimischt, kann dies ohne schlechtes Gewissen tun. Bedenklich wird es erst, wenn über einen längeren Zeitraum hinweg große Mengen des Gewürzes verzehrt werden. Laut Behördenmeinung liegt die Obergrenze jährlich bei ungefähr 600 Gramm. Ein halber Teelöffel mit ca. 1,6 Gramm täglich ist daher vollkommen unbedenklich.





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