Wie gesund sind Mandeln wirklich?


Wie gesund sind Mandeln

Die Mandel gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Varianten zu kaufen. Zu den bekanntesten und beliebtesten zählen gebrannte Mandeln sowie süße und auch pikante Mandeln. Das besonders milde Aroma überzeugt nicht nur als Snack, sondern vielmehr werden Mandeln auch als Backzutat oder auch als Zutat für edle Desserts oder auch bei Hauptmahlzeiten verwendet. Eine besonders positive Eigenschaft der Mandel, ist, dass sie nicht nur besonders gut schmecken, sondern obendrein auch sehr gesund und leicht bekömmlich sind.

Wenn wir allein pro Tag eine Menge von 60 Gramm Mandeln zu uns nehmen, schützt diese Menge bereits vor zu hohem Cholesterin und Diabetes Erkrankungen und verbessert zudem auch die Knochendichte und bietet einen wahren Beitrag zur Gesundheit.





Die Geschichte der Mandel

Nur sehr wenige Menschen wissen, dass der Mandelbaum an sich ein Steinobstgewächs ist obwohl er grundsätzlich zu den Rosengewächsen zählt. Der Baum erreicht in seiner vollen Blütezeit eine Höhe von rund zwei bis zu acht Metern. In den Monaten Februar, März und April präsentiert der Baum seine einzigartigen weiß- sowie rosafarbenen Blüten.

Die Frucht an sich reift in den Sommermonaten. Die äußere Struktur ist gekennzeichnet durch eine flaumig haarige Schicht und misst eine Länge von gut drei bis vier Zentimeter bei einem Durchmesser von zwei bis drei Zentimeter. Hautmerkmal der Mandelfrucht ist die eiförmige Struktur, welche zum Ende hin ein wenig spitz zusammenläuft. Sobald die Frucht reif ist, springt die Schale und das dünne Verbindungshäutchen auf und zum Vorschein kommt eine Nuss, welche selbst eine gelblich bis braun-weiße Farbe aufweist.

Der zierliche Mandelbaum ist besonders hitze- und windbeständig und wird mittlerweile seit mehr als 4.000 Jahren von Menschen kultiviert. Zunächst wuchs die Mandel hauptsächlich in Vorder- sowie Zentralasien, so ist sie mittlerweile auch im Mittelmeerraum, vor allem in Italien, Spanien, Marokko und Israel zu finden.



Die Inhaltsstoffe der Mandel

Ursprünglich wurde die Mandel vor allem in den kargen subtropischen Regionen als eines der Hauptnahrungsgrundmittel verwendet. Die Hauptbestandteile der Mandel bestehen aus einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Calcium, Magnesium, Kupfer sowie Vitamin B und E. Durch den hohen Eiweißanteil konnte mit dem Verzehr von Mandeln bereits der tägliche Proteinbedarf gedeckt werden.

Durch die hochwertigen Inhaltsstoffe und die einzigarte Zusammensetzung können die einzelnen Mineralstoffe vom Körper auf ideale und schonende Weise aufgenommen und auch umgehend verwertet werden. Das enthaltene Vitamin E bewahrt zudem den Körper vor sämtlichen schädlichen Radikalen. Zusätzlich bieten die in der Mandel enthaltenen gesättigten Fettsäuren ein Schutzschild für den menschlichen Organismus und Vitamin B1 und B2 stärken nicht nur die Zellen, sondern versorgen diese auch mit der benötigten Energie.

Im Gegensatz zu vielen anderen Nüssen gehört die Mandel selbst zu den basischen Lebensmitteln. Sie hat eine präbiotische Wirkung da sie genau jenen Darmbakterien Nahrung liefert, die einerseits unser Immunsystem stärken sollen und andererseits auch unsere Gesundheit schützen sollen. Mandeln tragen somit einen großen Beitrag zu einer gesunden Darmflora bei und können in vielerlei Hinsicht bei einer bereits geschädigten Darmflora als Unterstützung mitwirken.



Sind Mandeln ein Dickmacher?

Obwohl 100 Gramm Mandeln rund 500 Kalorien mit sich bringen, muss man sich figurtechnisch absolut nicht beunruhigen lassen. Es klingt zwar im ersten Moment etwas bedenklich – ist es aber zum Glück nicht. Studien beweisen hier ganz klar das Gegenteil, denn eine Portion Mandeln bis zu einer Kalorienanzahl von 570 Kalorien bewirkt keine Gewichtszunahme, sondern kann in vielen Fällen bei einer Gewichtsabnahme helfen.



Gesundheitliche Vorteile von Mandeln

Schutz vor Diabetes:

Bereits nach dem regelmäßigen Verzehr von Mandeln über rund 4 Monaten kann durch die vorteilhafte Nährstoff- sowie Vitalstoffzusammensetzung der Insulinspiegel positiv beeinflusst werden und im besten Fall auch dahingehend gesenkt werden dass Diabetes nicht entstehen kann.


Cholesterinsenker:

Mandeln, als sogenanntes „Superfood“, können bei regelmäßigem Verzehr den Cholesterinwert senken. Grund dafür sind einerseits die enthaltenen Pflanzenstoffe und andererseits der hohe Ballaststoffgehalt.


Starke Knochen durch Mandeln:

Der tägliche Verzehr von Mandeln hat einen positiven Einfluss auf die körpereigene Knochenqualität. Bei Laborversuchen wurden unterschiedlichste Mahlzeiten genauestens analysiert und jene Gruppe, dessen Mahlzeit mit rund 60 Gramm Mandeln ergänzt wurde, zeigte nach dem Testverfahren einen deutlichen Unterschied im Hinblick auf die Bildung von Osteoklasten. Die Bildung von abbauenden Zellen hat in diesem Fall um rund 20% abgenommen, wobei bei den übrigen Gruppen, welche keine Mandeln verzehrten, kein Unterschied zu erkennen war.


Milderung des metabolischen Syndroms:

In mehreren Studien wurde nachweisbar herausgefunden, dass der regelmäßige Verzehr von Mandeln tatsächlich zu einer nachweislichen Senkung des Blutdrucks führte. Zusätzlich fand man in diesen Studien heraus, dass alle jene die bereits an Diabetes leiden, im Vergleich zu den restlichen Testgruppen, die keine Mandeln zu sich nahmen, die Medikamenteneinnahme reduzieren konnten.


Jugendliche Haut durch Mandeln:

In der braunen Schale findet sich eine Vielzahl an Antioxidantien die einerseits den Körper vor vorzeitigem Altern unterstützen und andererseits vor einigen Krankheiten wie Krebsarten schützen. Hier geht es vor allem um die bekannte Gruppe der Poyphenole, welche einen besonders großen Beitrag für die Gesundheit beitragen. Damit diese Gruppe auch bestehen bleibt, sollten Mandeln am besten roh und ungeschält gegessen werden. Zwar bieten auch blanchierte weiße Mandeln noch eine hohe Anzahl an ungesättigten Fettsäuren, doch enthalten diese deutlich weniger Antioxidantien.


Natürlicher Appetitzügler:

Durch den hohen Eiweißgehalt können Mandeln nachweislich den Appetit verringern. Hier wurden Studien mit mehreren Teilnehmern durchgeführt, welche aufzeigten, dass jene Personengruppen, die zwischen den Mahlzeiten Mandeln als Snack verzehrten, deutlich weniger Appetit hatten und somit auch eine geringere Menge bei den Hauptmahlzeiten einnahmen. Somit eigenen sich Mandeln besonders gut als Snacks und können den Heißhunger auf Süßes zügeln. Hier reicht schon eine Handvoll Mandeln und der Hunger ist für die nächsten Stunden gedämmt.



Fazit

Mandeln sind somit ein wahres Superfood. Sie beinhalten nicht nur besonders gute Fette, Ballaststoffe und pflanzliches Eiweiß, sondern liefen zudem eine große Menge an Magnesium, Vitamine E und B sondern auch eine Vielzahl an Antioxidantien. Wer seinem Körper etwas Gutes tun will, sollte daher täglich eine Handvoll Mandeln zu sich nehmen und einerseits die Darmflora zu stärken, den Cholesterinspiegel zu senken und etwaige Krankheiten wie Diabetes Mellitus Typ II vorzubeugen.





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