Blaubeeren - Gesund und lecker!


Blaubeeren Heidelbeeren

Blaubeeren sind ein Geschenk der Natur und ein echtes Superfood. Wir verraten dir alles was du über Blaubeeren wissen musst und warum Sie so gesund sind.




Herkunft und Beschreibung der Blaubeeren / Heidelbeeren

Blaubeeren sind auch als Heidelbeeren, Schwarzbeeren, Bickbeeren oder Heubeeren bekannt. Sie gehören zur Familie der Heidekrautgewächse. Die heimische Form der eurasischen Heidelbeere oder Waldheidelbeere unterscheidet sich von der amerikanischen Heidelbeere durch die Blaufärbung des Fruchtfleisches. Die Frucht der amerikanischen Heidelbeere ist innen hell gefärbt. Sie wurde seit Anfang der 1930er Jahre als Kulturheidelbeere in Deutschland eingeführt. Ihre Früchte sind mehr als doppelt so groß wie die der Waldheidelbeere, aufgrund der härteren Schale nicht so druckempfindlich, länger lagerfähig, aber nicht so geschmackvoll. Sie sind auch im Winter erhältlich und stammen dann überwiegend aus Südamerika. Heidelbeerwein wird ebenfalls aus importierten Beeren hergestellt.



Welche Inhaltsstoffe sind in Blaubeeren enthalten?

Heidelbeeren schmecken nicht nur lecker, sondern sie unterstützen auch eine gesunde Ernährung, denn sie haben pro 100 Gramm nur 42 Kalorien, da sie größtenteils aus Wasser bestehen. Blaubeeren enthalten die Vitamine A, Beta-Carotin, B, C, E und K. Vitamin C und E erfüllen die Rolle von Antioxidantien. Dazu kommen die Mineralstoffe Eisen, Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Mangan. Blaubeeren stärken Ihre Muskeln und Knochen und halten Sie fit. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen fördert die Darmgesundheit. Weitere Bestandteile von Blaubeeren sind Invertzucker und Caffeoylsäuren, welche koffeinhaltig sind und anregend wirken. Aufgrund Ihrer Zusammensetzung wird die Heidelbeere bei ihren Anhängern auch als Superfood gehandelt.

Anthocyane sind Pflanzenfarbstoffe aus der Familie der Polyphenole, die Früchten oder Blüten einen roten, violetten oder blauen Farbton verleihen. Beim Pflücken und beim Genuss von Waldheidelbeeren färben Anthocyane auch Ihre Finger, Ihren Mund und Ihre Zunge blau. Sie schützen die Frucht auf der Oberfläche vor UV-Licht, und wandeln dieses in Wärmeenergie um. Im Inneren der Pflanze sind sie in der Lage, freie Radikale zu binden.

Gerbstoffe wirken antibakteriell und lindern den Schmerz. Sie verbinden sich mit Eiweißen und verändern deren Zusammensetzung, so dass diese stabiler werden und Wasser verdrängen. Gerbstoffe wirken entzündungshemmend und können Blutungen stillen und sogar Giftstoffe binden. Ihr Potential entfalten sie auch beim Einsatz gegen Hauterkrankungen und Durchfall.

Am besten verwenden Sie frische oder getrocknete Blaubeeren, die den höchsten Gehalt gesunder Inhaltsstoffe vorweisen können. Die im Handel angebotenen Kulturheidelbeeren enthalten nur ein Drittel der Mineralstoffe und weniger Vitamine und Anthocyane als Waldheidelbeeren. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sie mit Pestiziden belastet sind, so dass Sie besser zu Bioware greifen sollten. Waldheidelbeeren wiederum können Erreger des Fuchsbandwurms enthalten. Wenn Sie Blaubeeren im Wald selber sammeln möchten, sollten sie diese vor dem Essen gründlich abwaschen oder noch besser bei mindestens 70 Grad abkochen.



Warum sind Heidelbeeren gesund?

Die Wirkung der Anthocyane

Die in der Blaubeere enthaltenen Anthocyane sind in der Lage, die Durchblutung der Netzhaut zu fördern und die Spannkraft der Augenmuskulatur zu verbessern. Sie können bei der Verbesserung des Sehvermögens bei Dämmerung und bei Blendungsempfindlichkeit helfen. Schon Hildegard von Bingen empfahl die Einnahme von Blaubeeren zur Verbesserung der Sehkraft. Da sie die Verklumpung der Blutplättchen verhindern, sind Anthocyane auch hilfreich zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Sie haben eine antioxidative und entzündungshemmende Funktion. Darüber hinaus sind sie in der Lage, durch die Neutralisation freier Radikale im menschlichen Körper die Alterung Ihrer Haut zu verlangsamen und die DNA vor Schädigungen zu bewahren. Anthocyane schützen die Nervenzellen und reduzieren das Risiko, an Parkinson zu erkranken. Auch bei Alzheimer besteht die Möglichkeit, dass sie den Ablauf der Erkrankung verzögern.



Die Wirkung der Gerbstoffe

Die Gerbstoffe der getrockneten Blaubeeren helfen gegen Durchfall, während frische Früchte abführend wirken. Sie stärken die Schleimhäute, so dass beispielsweise Durchfall verursachende Erreger nicht mehr die Darmschleimhaut durchdringen können. Darüber hinaus vermindern sie das Eindringen von Wasser aus dem Blutkreislauf in den Darm und wirken auf diese Weise doppelt gegen Durchfall. Sie hemmen durch ihre zusammenziehende und austrocknende Wirkung die Vermehrung von Bakterien auf der Haut und wirken entwässernd, blutstillend, beruhigend und entzündungshemmend. Dies kann beispielsweise beim Gurgeln mit Blaubeertee oder verdünntem Saft beobachtet werden: Entzündungen im Rachen oder Mundraum heilen schneller ab und Zahnfleischbluten geht zurück.



Weitere gesunde Bestandteile von Blaubeeren

Auch die Mineralstoffe und Vitamine tragen ihren Teil zur gesunden Wirkung von Blaubeeren bei. Der Gehalt an Eisen, Folsäure und Zink verbessert den Blutzuckerspiegel und stärkt das Immunsystem. Das enthaltene Mangan hilft bei Aufbau von Kollagen und im Kampf gegen frei Radikale. Die Vitamine B6, B9 und B12 wirken positiv bei Behandlung von Glaukomen und diabetischen Augenerkrankungen. Beta-Carotin unterstützt und unterhält die Sehkraft. Nicht zuletzt helfen die in Blaubeeren enthaltenen Ballaststoffe beim Abnehmen.



Verwendung von Blaubeeren in der Medizin

Tee

Die Blätter der Blaubeeren werden zu Tee verarbeitet. In dieser Form können sie helfen, den Blutfettspiegel zu senken, Viren zu bekämpfen oder die Auswirkungen von Gicht und Arthritis zu lindern. In Tee getauchte Kompressen kommen gegen Augenentzündungen zum Einsatz. Hautausschläge können vorsichtig mit abgekühltem Tee betupft werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Sie den Tee oder einen Aufguss aus frischen Blättern dem Badewasser zuzusetzen. Ein Tee aus den getrockneten Blaubeeren kann gegen leichten Durchfall helfen.



Arzneimittel

Aus den in Blaubeeren enthaltenen Anthocyanen wird ein Fertigarzneimittel gegen Nachtblindheit erzeugt. Präparate aus Heidelbeerextrakt kommen bei Makuladegeneration, bei Durchblutungsstörungen des Auges oder zur Stärkung der Sehkraft und zur Stärkung der Abwehrkraft des Körpers zur Anwendung. Das Präparat Myrtaven ist ein Komplex aus 15 Anthocyanosiden, der die Abwehrkraft der Kapillarwände stärkt. Es hat eine durchblutungsfördernde Wirkung und dient als Mittel gegen Venenentzündung und Krampfadern sowie zur Behandlung von Hämorrhoiden.



Wechselwirkungen

Die in Blaubeeren enthaltenen Gerbstoffe können die Aufnahme von Medikamenten über die Darmschleimhaut behindern. Daher sollten Sie die Früchte nicht zeitgleich mit der Einnahme von Medikamenten zu sich nehmen. Blaubeeren enthalten Salicylsäure, auf die manche Menschen allergisch reagieren und die als Blutverdünner wirkt. Sie sollten den Konsum von Blaubeeren deshalb nicht mit Blut verdünnenden Medikamenten kombinieren. Bei Diabetikern kann unter Umständen die Wirkung von Blutzucker senkenden Medikamenten verstärkt werden. Abschließend noch der Hinweis, dass die Blätter der Blaubeeren Arbutin und Hydochinon enthalten und deshalb bei längerer Einnahme schwach giftig sind.



Verwendung in der Kosmetik

Auszüge von Blaubeeren finden für die Produktion von Gesichtscremes, Duschgels, Seifen, sowie von Duftaromen und Massageöl Verwendung. Indikationen sind eine empfindliche oder gerötete Haut. Die in Blaubeeren enthaltenen Omega3 und Omega6-Fettsäuren spenden der Haut Feuchtigkeit und die enthaltenen Antioxidantien sowie die Vitamine C und E beugen der Hautalterung vor, so dass Blaubeerextrakte beispielsweise als Inhaltsstoff von Feuchtigkeitsmasken Anwendung finden. Eine Gesichtsmaske können Sie aus frischen Heidelbeeren und Joghurt einfach selber herstellen.





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